Die Podiumsdiskussion „China – Weltmacht der Zukunft?“ |
Rudi KLAUSNITZER | Journalist und Medienberater
Jonas PUCK | Institute for International Business, WU WIen
Richard TRAPPL | Leiter des Konfuzius Institut an der Universität Wien
Ken WU | Botschafter der Volksrepublik China in Österreich
Bernhard ZIMBURG | Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Die win² 2010 stand am Freitag, den 30.4.2010, ganz im Zeichen Chinas. Ist China bereits eine Weltmacht und wieviel Macht übt sie über die Welt aus, war die Frage, die es zu beantworten galt. Dabei wurden Aspekte wie die Menschenrechtsproblematik, die Ein-Kind-Politik Chinas und die Währungsfrage nicht ausgespart.
Unzweifelhaft hätte sich die rasante wirtschaftliche Entwicklung Chinas in den letzten Jahrzehnten auch in einem Imagewandel niedergeschlagen. Oftmals fühle sich China jedoch nicht korrekt dargestellt, meinte Rudolf Klausnitzer. Dass China bereits heute eine Weltmacht sei, stehe außer Frage.
Richard Trappl erzählte von seiner Studienzeit in China und strich den enormen zwischenzeitlichen Fortschritt hervor. China hätte einen Wandel in der geistigen Internationalisierung erlebt und ebenso gehe auch das Ausland auf China zu, sodass nicht nur der ökonomische, sondern auch der kulturelle Austausch vorangetrieben werden würden. Dies sei natürlich eine Herausforderung für beide Seiten, die nur mit Einfühlungsvermögen und gegenseitigem Respekt zu bewältigen sei.
Ist China nun ein armes Entwicklungsland oder eine dynamische Weltmacht? Botschafter Wu war der Meinung, dass die sprunghafte Entwicklung Chinas selbstverständlich international für Aufsehen gesorgt hätte, dennoch müsse man einsehen, dass es sich noch in einer wichtigen Entwicklungsphase befinde und zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen habe. Ob China in Zukunft zu einer Weltmacht wird, würde sich noch zeigen. Dass dies eintrifft, sei jedoch seine und die Hoffnung aller Chinesen.
Aufgrund der starken Medienpräsenz stand auch die Problematik der sozialen und politischen Entwicklung Chinas zur Diskussion. Zum Thema Menschenrechte wendete Klausnitzer ein, dass die Frage der Weltmacht strikt von der Menschenrechtsproblematik zu trennen sei und warnte vor einer reflexartigen Haltung. Er betonte die Notwendigkeit des Dialogs zwischen der „westlichen Welt“ und China und sei zuversichtlich, dass auch in dieser Hinsicht Verbesserungen eintreten würden.
Bernhard Zimburg meinte desweiteren, dass die derzeitige Situation Chinas in einem geschichtlichen und kulturellen Kontext zu betrachten sei. Die auf der konfuzianischen Lehre basierende chinesische Kultur erschwere die Durchsetzung von Individualrechten. Auch stimme es, dass es in China an einer unabhängigen Justiz und demokratischen Prinzipien mangle. Doch seien Menschenrechte und die Mängel des politischen Systems längst kein Tabuthema mehr.
Zur Währungspolitik Chinas äußerte sich Jonas Puck, indem er erklärte, dass eine Aufwertung des Renminbi derzeit negative Folgen für die Weltwirtschaft hätte und destabilisierend wirken würde. Auch für ausländische Unternehmen sei die stabile Währung vorteilhaft.
Ob die Währung nach der 20%-igen Aufwertung 2005 erneut reformiert würde, hänge von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab, warf Botschafter Wu ein, doch keinesfalls sei die niedrige Währung die Ursache für das Handelsbilanzdefizit der USA.
Das Publikum fragte, wohin die Ein-Kind-Politik Chinas führe. Botschafter Wu antwortete, dass diese Politik erfolgreich das Bevölkerungswachstum eingedämmt hätte. Wäre diese Maßnahme vor 30 Jahren nicht eingeführt worden, hätte China nun 100 Mio. zusätzliche Einwohner. Natürlich sei damit das Problem der Überalterung der Gesellschaft einhergegangen. Daher sei die soziale Absicherung der Bevölkerung in Zukunft von großer Bedeutung.
Nach diesen kritischen Fragen warf Klausnitzer schließlich ein; „Das Gegenteil von Entwicklungsland ist Stillstandland“. Man müsse in der „westlichen Welt“ aufpassen, nicht allzu selbstgefällig zu werden. In diesem Zusammenhang appellierte Botschafter Wu an die Publikumsgäste nach China zu reisen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
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Marc Pointecker – „Gemeinsamer Auftrag: Soziale Verantwortung“ |
Marc Pointecker richtete seine Worte in Vertretung für den Bundesminister für Arbeit und Soziales an die Teilnehmer der Zukunftskonferenz win2. Nun, nach der Wirtschaftskrise sei die Beschäftigungspolitik, vor allem die Förderung Jugendlicher und junger Menschen, von besonderer Bedeutung, erklärte Pointecker. Bildung, Weiterbildung und Qualifikation seien die Schlüssel für die Zukunft.
Heute, nach der Krise, stehe uns eine Budgetkonsolidierung bevor. Daher sei es noch wichtiger, als zuvor, die soziale Verantwortung gemeinsam zu tragen, um das Wachstum voranzutreiben. Denn Beschäftigung sei ein wesentlicher Wachstumsfaktor und Standortvorteil, der gemeinsam mit der Kaufkraft auch die Steuereinnahmen erhöhe und somit wieder neue Arbeitsplätze schaffe.
Der Staat und die Gesellschaft investieren kontinuierlich in Ausbildung und soziale Sicherheit, die den Bürgern vom Kindesalter an bis ins Alter zu Gute komme. Dennoch stünden uns in Zukunft große Herausforderungen bevor: Potenziale müssen stärker ausgeschöpft, geschlechtergerechte Förderung gewährleistet und die Einwanderung von qualifizierten Erwerbstätigen ermöglicht werden.
Eine große Herausforderung für die soziale Sicherheit seien neue und innovative Arbeitszeitenmodelle. Die befristete, projektbezogene Beschäftigung sowie die Leiharbeit steige. Anstellungsverträge auf Geringfügigkeitsbasis seien mittlerweile Gang und Gebe. Dies führe zu einem hohen Absicherungsbedarf auf sozialer Ebene.
Schließlich appellierte Pointecker an das Publikum, die Verantwortung für den sozialen Frieden wahrzunehmen und sich für eine sozialere Gesellschaft einzusetzen.
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Beatrix Karl –Begrüßungsrede zur Eröffnung |
Nach einigen einleitenden Worten von Stephanie Fischer, der Vorsitzenden des Uni Management Clubs, hielt die Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung Beatrix Karl die Eröffnungsrede zur win² 2010.
Sie erläuterte die überaus große Bedeutung von Wissenschaft, Bildung und Forschung für die Gesellschaft von morgen. Die Wettbewerbsfähigkeit, das Wachstum und der Wohlstand Österreichs seien unter anderem davon abhängig, wie das Potential und das Talent in unserem Land gefördert würde.
Ministerin Karl sieht Qualifikation und Bildung als entscheidende Standortvorteile, die es zu entwickeln gilt. Auf genau diese Talente seien wir in der Zukunft mehr denn je angewiesen. Aus diesem Grund sei eine regionale, nationale und internationale Vernetzung zur Schaffung einer Wissenspartnerschaft nötig, um sich gemeinsam den wichtigen Fragen der Zukunft zu stellen.
Dabei sei eine hoch qualitative Erstausbildung das Fundament einer qualifizierten Gesellschaft. Doch ebenso wichtig und bedeutungsvoll sei die Hochschulpolitik, deren Reformen stets unter dem Aspekt der Qualitätssicherung zu betrachten seien. Hochschulen seien wesentliche Innovationstreiber, an welchen nicht nur Forschung und Lehre betrieben werden soll, sondern ebenfalls neue Ideen geboren werden.
Mehr denn je zuvor sei lebensbegleitendes Lernen heute die Voraussetzung für Wissen und Qualifikation, denn Bildung und Arbeit gingen ineinander über.
„Sie wird Wissen eine Leben lang begleiten“, erklärte die Bundesministerin dem gespannten Publikum. Deshalb sei der Umgang mit Wissen ein zentrales Thema in der Zukunft. In dieser Hinsicht sei in Österreich noch viel zu tun, um die qualitative Weiterentwicklung der Bildung und Forschung zu gewährleisten. Diese Herausforderung jedoch kann nur mit Inspirationen bewältigt werden.
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| Podiumsdiskussion "China - Weltmacht der Zukunft?" |
Rudi KLAUSNITZER | Journalist und Medienberater
Jonas PUCK | Institute for International Business, WU WIen
Richard TRAPPL | Leiter des Konfuzius Institut an der Universität Wien
Ken WU | Botschafter der Volksrepublik China in Österreich
Bernhard ZIMBURG | Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Die win² 2010 wird am Freitag den 30.4.2010 ganz im Zeichen Chinas stehen. Wie sehr verändert der Aufstieg Chinas unser Leben und wieviel wissen wir eigentlich von der vielleicht bald größten Ökonomie der Welt?
Einen Tag vor der Eröffnung der EXPO 2010 in Shanghai wird mit Experten aus Wirtschaft, Diplomatie und Wissenschaft über die Chancen und Risiken der Beziehung zu China diskutiert.
Am Abend gibt es ein China-Dinner und das zum Thema passende neue Kabarettprogramm von Thomas Maurer: "Best of Àodìlì".
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| Podiumsdiskussion "Green Markets" |
Sonntag, 2. Mai 2010 13:00 – 14:30 Uhr
Werner BOOTE | Regisseur „Plastic Planet“
Paul CLEMENTS-HUNT | Head of the United Nations Environment Programme (UNEP)
Alexander EGIT | Geschäftsführer Greenpeace Zentral- und Osteuropa
Manfred KASTNER | CEO C.A.T. oil AG
Anthony PATT | International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA)
Hermann SCHEER | Mitglied des Deutschen Bundestages, Alternativer Nobelpreisträger
Die dritte industrielle Revolution wurde eingeleitet. Durch den Klimawandel, knapper werdende Rohstoffe und weltweites Bevölkerungswachstum hat sich der Megatrend "Neo-Ökologie" etabliert. Erneuerbare und saubere Energie, neue Umwelttechnologien, Bioprodukte und grünes Investment sind Beispiele der Ausprägungen dieses Trends und stellen Regierungen und Unternehmen vor neue Herausforderungen.
Im Rahmen dieser Podiumsdiskussion sollen Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über die zukünftige Entwicklung der Neo-Ökologie, Chancen und Risiken diskutieren.
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Staatsmanagement 2.0
Österreich Under Construction |
12. Februar 2010 |
Datum
11 Mär 2010 - 19:00
Ort
Wirtschaftkammer Wien
Stubenring 8-10, A-1010 Wien |
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Wie kann Österreich zum Verwaltungs-Vorzeigeland Zentraleuropas werden?
Die Uhr tickt, bald ist es soweit! Ab 1. März beginnt die Bewerbungsfrist für die diesjährige win², die vom 30. April – 2. Mai in Eisenstadt stattfinden wird. Als „Warm-up“ für die 5. Zukunftskonferenz bieten wir ein ganz besonderes Highlight: die Podiumsdiskussion „Staatsmanagement 2.0“
Skandinavien und die Vorzeigeländer Asiens haben Management-Prinzipien in der Staatsverwaltung verankert. Public Management des 21. Jahrhunderts bedeutet, über den parteipolitischen Tellerrand zu blicken und zukunftsorientiert zu handeln. Die Podiumsdiskutanten werden über die Schwachstellen der österreichischen Verwaltungsreform und ausländische Best-Practice Fälle diskutieren.
Das Podium ist mit folgenden hochkarätigen Rednern besetzt:
- Univ. Prof. DDr Heinz Mayer - Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien
- Dr. Roland Falb - Geschäftsführer und Partner Roland Berger Strategy Consultants
- Mag. Laura Rudas - Bundesgeschäftsführerin der SPÖ und Abgeordnete zum Nationalrat
- Mag. Maria Vassilakou - Stellvertretende Bundessprecherin, Gemeinderätin und Klubobfrau der Wiener Grünen
- Dr. Eduard Pesendorfer - Landesamtsdirektor Land Oberösterreich
- DI Herbert Paierl – Präsident des Management Club Österreich
Moderiert wird diese Veranstaltung von Peter Sempelmann (Trend)
„Staatsmanagement 2.0“ soll die öffentliche Diskussion anregen und vorantreiben. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion laden wir zu einem kleinen Buffet. Das UNIMC Team freut sich sehr auf eine besonders spannende und anregende Diskussion zur Einstimmung auf die kommende win² 2010.
Anmeldung bitte über die Homepage des UNIMC!
Ansprechperson für Rückfragen:
Renate Kratochvil
renate.kratochvil@unimc.at
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| KICK-OFF |
10. Dezember 2009 |
Am 30. November 2009 präsentierte der Uni Management Club Wien die Zukunftskonferenz win² im Haus der Industrie am Schwarzenbergplatz. Top-StudentInnen, Firmen- und Medienvertreter kamen zum Kick-Off der win², bei dem der UNIMC das Konzept der Konferenz als Think Tank erläuterte und verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung und Mitwirkung präsentierte.
Im Rahmen dieses Events konnten StudentInnen Dr. Veit Sorger, Präsident der Industriellenvereinigung, kennenlernen. In einem Interview mit Mag. Nikolaus Koller (Die Presse) schildert der Aufsichtsratsvorsitzende der Mondi Packaging AG und Mondi Business Paper AG den Gästen seinen außergewöhnlichen Werdegang. Zur Frage nach Österreichs Konkurrenzfähigkeit am Weltmarkt meinte er, „es nützen die Nobelpreisträger nichts, wenn nicht entsprechende Innovationen entstehen“ und betonte damit die Wichtigkeit von Unternehmensgründungen, um das theoretische Wissen umzusetzen und die Volkswirtschaft voranzutreiben. |
win² 2010 Intro
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| Einladung zum KICK-OFF! |
4. November 2009 |
Wann: Montag, 30. November 2009, 15 Uhr
Wo: Haus der Industrie, Schwarzenbergplatz 4, A-1030 Wien
Programm:
Präsentation „win² 2010- morgen entscheiden wir!“
Executive Lounge mit
Dr. Veit Sorger, Präsident der Industriellenvereinigung, moderiert von Mag. Nikolaus Koller, Die Presse
Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Buffet!
Auf Ihr Kommen freut sich der UNIMC Wien |
Einladung zum KICK- OFF der win² 2010
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